Sichere Browser-Umgebung für Online-Prüfungen, die Betrug verhindert und Ressourcen gezielt einschränkt
Sichere Browser-Umgebung für Online-Prüfungen, die Betrug verhindert und Ressourcen gezielt einschränkt
Vorteile
- Umfassender Schutz vor unerlaubten Zugriffen während Prüfungen
- Individuell konfigurierbare Prüfungsumgebungen
- Kompatibilität mit vielen Lernmanagementsystemen
- Verschlüsselte und manipulationssichere Einstellungen
- Minimalistische, ablenkungsfreie Benutzeroberfläche
Nachteile
- Einrichtung und Konfiguration erfordern technische Vorkenntnisse
- Für Einzelprüfungen außerhalb von LMS weniger geeignet
- Keine umfassende Offline-Nutzung
Prüfungssoftware zur Sicherung und Kontrolle digitaler Testumgebungen
Einführung in Safe Exam Browser
Safe Exam Browser (SEB) wurde speziell von der ETH Zürich in Zusammenarbeit mit Educational Development and Technology entwickelt, um Prüfungen in Schulen und Universitäten sicher digital durchzuführen. Die Software verwandelt handelsübliche Windows-Computer oder Tablets zeitweise in abgesicherte Prüfungsarbeitsplätze und schützt so die Integrität von Prüfungen vor Betrugsversuchen während Online-Tests.
Funktionsweise und Kompatibilität
SEB besteht aus zwei zentralen Komponenten: einer Kiosk-Anwendung und einem eigenen Browser. Die Kiosk-Anwendung blockiert während der Prüfung sämtliche Systemfunktionen, wie etwa Tastenkombinationen (z. B. ALT+F4), Aufruf des Task-Managers oder Kontextmenüs über die rechte Maustaste. Dadurch wird sichergestellt, dass Prüfungsteilnehmende keinen Zugriff auf andere Programme, Dateien oder das Betriebssystem selbst erhalten.
Die Browser-Komponente stellt die Verbindung zu webbasierten Lernmanagementsystemen (LMS) wie Moodle, ILIAS, OpenOLAT oder speziellen E-Assessment-Systemen her. Der SEB-Browser startet automatisch mit einer vorkonfigurierten URL und kann so gezielt auf einen bestimmten Test oder Kurs gelenkt werden. Eine Besonderheit ist, dass Adress- und Suchleisten sowie Navigationsschaltflächen deaktivierbar sind, wodurch unerlaubtes Navigieren im Internet verhindert wird.
Sichere Konfiguration und Manipulationsschutz
Für jede Prüfung lassen sich eigene, verschlüsselte Konfigurationsdateien anlegen, die individuell festlegen, welche Systemeinstellungen, Funktionen und Seiten erreichbar sind. Der hohe Grad an Verschlüsselung stellt sicher, dass Konfigurationen nicht verändert werden können. Das integrierte Authentifizierungsverfahren überprüft, ob die verwendete SEB-Version und die Einstellungen den Vorgaben für die jeweilige Prüfung entsprechen. Dadurch bleiben auch Prüfungen auf privaten Endgeräten gut geschützt.
Einsatzmöglichkeiten und Benutzerfreundlichkeit
SEB eignet sich nicht nur für den Einsatz in Prüfungsräumen, sondern auch im Rahmen von Fernprüfungen (BYOD – Bring Your Own Device). Lehrende können zentral konfigurieren, welche Hilfsmittel wie Rechner oder bestimmte Webseiten zugelassen werden und welche nicht. Die Benutzeroberfläche ist bewusst minimalistisch gehalten, um Ablenkungen und Manipulationsversuche zu minimieren. Für Teilnehmende entfällt so die Möglichkeit, zwischen Anwendungen zu wechseln oder externe Hilfen zu konsultieren.
Leistung und Stabilität
SEB arbeitet ressourcenschonend und bleibt auch bei mehreren parallelen Prüfungen stabil. Regelmäßige Updates sorgen für Kompatibilität mit aktuellen Betriebssystemversionen und gängigen Lernplattformen. Ergänzt wird das Angebot durch ausführliche Dokumentation und Support-Optionen auf der Projektwebseite.
Vorteile
- Umfassender Schutz vor unerlaubten Zugriffen während Prüfungen
- Individuell konfigurierbare Prüfungsumgebungen
- Kompatibilität mit vielen Lernmanagementsystemen
- Verschlüsselte und manipulationssichere Einstellungen
- Minimalistische, ablenkungsfreie Benutzeroberfläche
Nachteile
- Einrichtung und Konfiguration erfordern technische Vorkenntnisse
- Für Einzelprüfungen außerhalb von LMS weniger geeignet
- Keine umfassende Offline-Nutzung